In Stuttgart fand im Juli 2019 die XR Expo statt - eine Messe mit dem Fokus auf neueste Technologien. weltfern interactive war dabei Teil des Panels zum Thema Künstliche Intelligenz, deren aktueller technischer Stand und welche Einsatzmöglichkeiten sich für Unternehmen ergeben.

In den Veranstaltungshallen des Inneren Nordbahnhof in der schwäbischen Hauptstadt Stuttgart fand im Juli die XR Expo statt, deren Schwerpunkt neuste Technologien, insbesondere Augmented Reality und Virtual Reality ist. Insbesondere das Thema Künstliche Intelligenz ist dabei für Unternehmen von stark wachsender Bedeutung. Christian Grohganz war dabei als Experte vertreten und konnte von zahlreichen Einsatzmöglichkeiten im B2B-Bereich und in der täglichen Arbeit von weltfern interactive berichten.

Panel Künstliche Intelligenz XR Expo 2019
Panel Künstliche Intelligenz XR Expo 2019

KI im Bereich virtuelle Assistenten

Ein großer Schritt in die Zukunft von neuen Benutzeroberflächen und Steuerung von digitalen Medien wird momentan in Richtung Virtuelle Assistenten gemacht. Dabei ist es keine Frage, dass es sich hierbei um das User Interface der nahen Zukunft handelt. Die erste Form erleben wir momentan durch Smarthome Speaker wie Amazons Alexa, Googles Siri und bei Computern und Smartphones ebenfalls mit Microsofts Cortana. Virtuelle Assistenten geben der Künstliche Intelligenz, die mit dem Nutzer agiert und seine Befehle entgegen nimmt, ein individuelles Gesicht. Dies Form der GUI ersetzt somit im nächsten Schritt heutige UI-Elemente wie Maus oder Touchscreen.

Künstliche Intelligenz für Design

Eine weitere praktische Einsatzmöglichkeit im aktuellen Tagesgeschäft wurde dabei ausführlicher besprochen: Der Einsatz von KI für Design-Prozesse. So wird die AI unter anderem dafür eingesetzt, nach Photoscans von realen Objekten wie Gebäuden, realistische Lichtverhältnisse zu berechnen und Oberflächenstrukturen bis ins Detail eigenständig nachzumodellieren. Denn die Darstellung in 3D mittels realistischer Grafik ist eine der wesentlichen Faktoren für den Geschäftsbereich der Architektur, den virtuellen Bestandsschutz von historischen Gebäuden aber ebenso wichtig für Lern- und Ausbildungsanwendungen oder die Darstellung von beispielsweise Fabrikanlagen. Vor allem das Medium Virtual Reality erfordert dabei höchste Qualitätsstandards in der visuellen Darstellung.

Das Problem mit den Daten

Eine Herausforderung die dabei angesprochen wurde, und mit der vor allem Startups im Bereich AI kämpfen, ist, wie man an die Masse an Daten herankommt, die eine Artificial Intelligence benötigt, um zu lernen. Denn Intelligenz kann der Algorithmus nur aufbauen, wenn er aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Informationen auswählen und diese Verknüpfungen und Verbindungen untereinander schaffen kann. Hier sind einerseits die Gesetze im Bereich des Datenschutzes eine Hürde aber auch die Bereitschaft von realen Personen, Systeme mit ihrem "Wissen" zu füttern. Möglichkeiten ergeben sich hierbei unter anderem durch unterhaltende Softwareprogramme, die einerseits auf die Zusammenfassung der gewünschten Daten zugeschnitten sind.

Und auch beispielsweise durch Gamification wird der Nutzer soweit in den Prozess eingebunden, dass er im Idealfall gar nicht merkt, dass seine Handlungen, Reaktionen oder Emotionen aufgezeichnet werden. VR und AR bieten hier zudem einen immersiven Nutzerrahmen.